Wolfgang Schmitz



Grundriss der Inkunabelkunde



Das gedruckte Buch im Zeitalter des Medienwechsels

Wolfgang Schmitz: Grundriss der Inkunabelkunde
  • 978-3-7772-1800-7
  • 9783777218007
  • Wolfgang Schmitz
  • Das gedruckte Buch im Zeitalter des Medienwechsels
  • Bibliothek des Buchwesens
  • 27
  • X, 420
  • 2018
  • 28.02.2018
  • gebunden
  • 245 x 170 mm, mit 58 einfarbigen und 16 farbigen Abbildungen
  • 169,00
  • Anton Hiersemann Verlag


  •  "... ein unersetzliches Standardwerk für die nächsten Jahre und Jahrzehnte ..."

    Konrad Stidl in b.i.t.online (Heft 21/2018 - Ausgabe 6)

     

    „Es ist ein großes Werk, das sich schlicht Grundriss der Inkunabelkunde nennt. Fachleute werden es ausgiebig studieren, Bücherfreunde mit Begeisterung und Gewinn darin lesen.“

    „Das Buch ist vorzüglich gedruckt.“

    „Wolfgang Schmitz hat seinen Lesern ein neues Standardwerk der Inkunabelkunde präsentiert, das den gegenwärtigen Forschungsstand widerspiegelt und in die laufende wissenschaftliche Diskussion eingebunden ist.“

    „… mit Bravour gelungen …“

    „[W. S.] besitzt die Fähigkeit, seine Themen lebendig und anregend, ja oft auch spannend zu beschreiben. Er führt seine Leser mit eleganter Hand in die Welt der Inkunabeln. Auch wenn heutzutage fast jede Rezension mit der Bewertung „brillant geschrieben“ endet – für dieses Werk trifft sie wirklich zu.“

    Aus Bertram Haller: Rez. [Schmitz]. Archiv für Geschichte des Buchwesens 74, 2019, S. 274–279

     

    Mit seiner Inkunabelkunde hat Wolfgang Schmitz [...] etwas geliefert, auf das wir lange gewartet haben [...]

    Die mit beachtlichen 70 Seiten starke Einleitung [...] ist eine gelungene Kompakteinführung in Gegenstand und Methodik der Inkunabelkunde. Sie sollte zur Pflichtlektüre eines jeden Buchwissenschaftlers werden. Das 41 Seiten umfassende Literaturverzeichnis beeindruckt, bietet alle Voraussetzungen für die fruchtbare Nutzung nachfolgender Forscher und lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass hier einer der ganz großen Inkunabelkenner sein Fach en gros und en detail überblickt.

     

    Aus der Rezension von Annelen Ottermann (Dr. A. O. Bereichsleiterin Handschriften, Rara, Altbestand, Bestandserhaltung; Stellv. Amtsleiterin Wissenschaftliche Stadtbibliothek Mainz) in der Zeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie Bd. 66 (2019), Heft 2

     

     

    Der Buchdruck des 15. Jahrhunderts, Gutenbergs epochale Erfindung, repräsentiert sowohl den Ausklang des mittelalterlichen Schriftwesens wie den Aufstieg eines neuen technischen Mediums, des Leitmediums für Jahrhunderte.

     

    Wolfgang Schmitz stellt den Prozess als Emanzipation des Drucks von den handschriftlichen Vorbildern dar, die ungefähr und geographisch unterschiedlich um 1500 abgeschlossen war. Dabei zeigt sich die mittelalterliche Tradition noch in vielfältigen Formen und den handschriftlichen Ergänzungen. Durch sie trugen die sog. Wiegendrucke oder Inkunabeln mehr oder minder individuelle Züge. Die rasante technische Entwicklung tendierte aber schnell zum Fertigprodukt sowie zur Normierungen bei der Typographie. Um 1480 hatte der Buchdruck die Wissenschaft nahezu ganz erobert, ebenso weitgehend die volkssprachige Literatur, die kirchliche und staatliche Praxis und auch die Wirtschaft. Ein wichtiger Vorteil war dabei die Möglichkeit, zuverlässige identische Exemplare zu erhalten. Autoren erhielten damit ein ganz neues Maß an Kontrolle über ihre veröffentlichten Texte. Damit waren die Publikationsmittel bereitgestellt, die wenige Jahre später in der Reformation tragende Bedeutung erlangten.

     

     

    INHALT Grundriss der Inkunabelkunde - Das gedruckte Buch im Zeitalter des Medienwechsels


    Vorwort
    Einleitung
    1. Inkunabeln und Blockbücher
    2. Das Miteinander von Handschriften und Druck im 15 Jahrhundert
    3. Geschichte der Inkunabelkunde
    Die Schriftträger
    1. Papier
    2. Wasserzeichenforschung
    3. Pergament
    Vom Blatt zum Buch
    1. Format
    2. Lagenstärke
    3. Lagenordnung
    4. Verlagseinband
    5. Schutzumschlag
    6. Fragmente
    Setzen und Drucken
    1. Typenherstellung
    2. Setzen
    3. Layout
    4. Vorlage und Druck
    5. Drucken
    6. Farbendruck
    7. Druckvarianten, Satzfehler und Korrekturen
    8. Drucker und Verleger
    9. Auflagenhöhe
    10. Nachdruck und Privilegien
    11. Zensur
    12. Vertriebswege und Bücherpreise
    Paratexte
    1. Titelblatt
    2. Kolophon
    3. Signet (Drucker- und Verlegermarke)
    4. Widmungsvorrede
    5. Register
    6. Inhaltsverzeichnis
    Schrift und Type
    1. Lateinische Schriften
    2. Griechische Type
    3. Kyrillisch und Glagolitisch
    4. Hebräische Typen
    5. Orientalische und afrikanische Schriften
    6. Musiknotendruck
    Das Bild im Buch
    1. Buchmalerei
    2. Der mechanische Buchschmuck
    3. Metallschnitt
    4. Kupferstich
    5. Kartendruck
    6. Illustrationskünstler
    ANHANG
    Literatursuche
    Zahl der erschienenen Inkunabeln
    Ausbreitung des Buchdrucks in der Inkunabelzeit
    Zeitliche Entwicklung des Inkunabeldrucks (nach ISTC)
    Verteilung der Inkunabeln nach Regionen
    Verteilung der Inkunabeln nach Sprachen (ISTC) (2011)
    Die größten Inkunabelbestände in Bibliotheken
    Abkürzungsverzeichnis
    Literaturverzeichnis
    Abbildungsnachweis
    Register

    Wolfgang Schmitz ist Leitender Bibliotheksdirektor a. D. der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln und Direktor des Universitätsarchivs Köln. Er ist Professor für Bibliothekswissenschaft an der Universität zu Köln, seit 2004 Vorsitzender des Wolfenbütteler Arbeitskreises für Bibliotheks-, Buch- und Mediengeschichte, Vorsitzender der Internationalen Buchwissenschaftlichen Gesellschaft, außerdem korrespondierendes Mitglied der Historischen Kommission des Börsenvereins in Frankfurt am Main und Leipzig.

     

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