Bernd Weitemeier, Fritz Paul, Helga Eßmann (Hrsg.)



Übersetzte Literatur in deutschsprachigen Anthologien. Eine Bibliographie.



4. Teilband / 2. Halbband: Literarische Übersetzungsserien 1820 – 1910. 2. Register.

Übersetzte Literatur in deutschsprachigen Anthologien. Eine Bibliographie.
  • 978-3-7772-0117-7
  • 9783777201177
  • Bernd Weitemeier, Fritz Paul, Helga Eßmann
  • Bernd Weitemeier, Ute Klünder, Angela Kuhk, Kai Steffen,
  • 4. Teilband / 2. Halbband: Literarische Übersetzungsserien 1820 – 1910. 2. Register.
  • Hiersemanns bibliographische Handbücher (HBH)
  • 13
  • 4
  • VI, 551
  • 2001
  • Leinen
  • 27,5 x 21,0 cm
  • Anton Hiersemann Verlag


  • Von der Forschung blieben literarische Übersetzungsserien des deutschen Sprachraums wegen des Fehlens ihrer bibliographischen Erfassung bisher so gut wie unberücksichtigt, obwohl diese anthologische Publikationsform seit ihrer Etablierung in den 1820er Jahren bis heute eine wichtige Rolle im deutschen Literaturbetrieb und Verlagswesen spielt. Als Serien-Beispiele seien hier genannt die "Classiker des In- und Auslandes" (Berlin: Hofmann, 1852-1870. 77 Bde.) und die "Bibliothek berühmter Autoren" (Wien und Leipzig: Wiener Verlag, 1903-1905. 50 Bde.). In der Einleitung zu dieser Bibliographie, die neben theoretischen Überlegungen statistische Grunddaten liefert, wird für das deutsche Sprachgebiet das Phänomen "Übersetzungsserie" erstmals skizziert. Die Anordnung der Serientitel in der Bibliographie erfolgt alphabetisch, die der jeweils dazugehörigen Einzelbände chronologisch. Das Corpus von 253 Serien mit über 27.600 Titeln umfaßt Übersetzungen aus insgesamt 33 europäischen und außereuropäischen Literaturen und Sprachen. Da der Mindestanteil übersetzter Literatur in den Serien per definitionem 20% beträgt, ergibt sich ein bedeutsames Nebeneinander von deutschen und ausländischen Werken. Oft handelt es sich um Erstausgaben bzw. Erstübersetzungen. Durch die Einsichtnahme von ca. 70% aller im Seriencorpus publizierten Einzelbände geht die Bibliographie entscheidend über Sekundärbibliographien hinaus, weil bei Textsammlungen nur dieser Weg das Erfassen aller Texte und Übersetzer sicherstellt. Auch Originaltitel konnten bisweilen nur durch Textvergleiche ermittelt werden. Das Autopsieverfahren findet seinen Niederschlag aber zum Beispiel auch in der Beibehaltung des Wortlauts der Titelblätter und in dem Hinweis auf etwaige Klappen- und andere Begleittexte, die zuweilen Auskunft über das Serienkonzept geben. Ferner werden u.a. Angaben zum Standort des eingesehenen Exemplars und zur Ausstattung der Serie und / oder der Einzelbände gemacht (gebunden oder broschiert; Autoren- oder Übersetzerportrait; Widmung). Diese Bibliographie ist in vielfältiger Hinsicht eine grundlegende Ergänzung zu den bereits erschienenen Teilbänden in der Reihe Hiersemanns Bibliographische Handbücher. Denn Serien dienen zur Anthologisierung aller Gattungen, im Gegensatz zu einbändigen Sammlungen jedoch besonders auch zur Anthologisierung literarischer Großformen. Sieben Registerteile (Autoren/Werke, Anonyme Werke, Anthologien, Übersetzer/Bearbeiter, Herausgeber, Verlage, Verlagsorte) erschließen das zusammengetragene Material und bieten weitere Ansatzpunkte für Forschungsprojekte. Alle Personenregister machen Angaben zu den Lebensdaten, bei den Autoren wird außerdem die Sprach-/Literaturzugehörigkeit festgehalten. Bei den ermittelten Originaltiteln wird das Ersterscheinungsjahr angegeben. Literarische Übersetzungsserien vereinen oft verschiedene Gattungen und Ausgangssprachen, übersetzte und deutschsprachige Autoren, zeitgenössische und ältere Werke, Weltliteratur und Trivialliteratur. Insgesamt enthalten die Serien Werke von über 5.500 Autoren, davon 2.985 übersetzte Autoren. Deren Werke wurden von über 2.000 teilweise namhaften Übersetzern ins Deutsche übertragen. Deshalb richtet sich diese aus zwei Halbbänden bestehende Bibliographie an alle Literaturwissenschaftler oder an einfach nur Literaturinteressierte. Eine Bereicherung dürfte sie besonders für Komparatisten, Übersetzungs- und Rezeptionsforscher sein, aber auch für Wissenschaftler auf den Gebieten des Buchhandels und -marktes sowie der Kultur- und Bildungsgeschichte.Eine ausführliche Rezension von Christine Haug findet sich im online-Rezensionsorgan IASLonline: http://iasl.uni-muenchen.de/rezensio/liste/haug2.html
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