Pseudo-Makarios
Wilhelm Gessel (Hrsg.)



Reden und Briefe



Reden und Briefe
  • 978-3-7772-0005-7
  • Klaus Fitschen
  • 9783777200057
  • Pseudo-Makarios
  • Wilhelm Gessel
  • Klaus Fitschen
  • Bibliothek der griechischen Literatur (BGL)
  • 52
  • VIII, 549
  • 2000
  • Leinen
  • 24,0 x 16,0 cm
  • Anton Hiersemann Verlag


  • Unter dem Namen des ägyptischen Mönchsvaters Makarios sind mehrere große Textsammlungen überliefert. Die hier übersetzten Reden und Briefe wurden erst spät entdeckt und 1973 durch Heinz Berthold in den Griechischen Christlichen Schriftstellern ediert. Die Sammlung dokumentiert in noch umfänglicherer Weise als die Geistlichen Homilien den Beitrag dieses Autors zur spätantiken und byzantinischen Spiritualität. In den letzten Jahrzehnten ist die wahre Identität des "Makarios" viel diskutiert worden, denn zweifelsohne ist der Autor nicht der berühmte Ägypter Makarios, sondern ein Anonymus, der in das ausgehende 4. Jahrhundert und geographisch nach Syrien gehört. Die Frage nach der Identität des Autors hat die Forschung auch deshalb beschäftigt, weil sein Werk eine inhaltliche Beziehung zu den Ansichten der Messalianer hat, einer ketzerischen Gruppierung, die im 4. und 5. Jahrhundert in Kleinasien und Syrien viel Aufsehen erregte. So hat sich einem Zweig der Forschung der Name Makarios / Symeon eingebürgert, weil man einen der Gründer des Messalianismus mit Namen Symeon für den Autor hielt. Die Frage der Autorschaft und der Beziehung zum Messalianismus sowie die Probleme der Textüberlieferung werden in der Einleitung zur Übersetzung zusammenfassend dargestellt.Die hier übersetzte Sammlung erbaulicher und belehrender Sentenzen und Abhandlungen des späten 4. Jahrhunderts ist erst im 13. Jahrhundert aus älteren Teilsammlungen komponiert worden. Insofern dokumentiert die Sammlung nicht nur die Gedankenwelt eines spätantiken Asketenvaters, in der visionäre nüchterne Menschenkenntnis, Hochstimmung, ein reicher Bilderschatz aus dem antiken Alltagsleben und erbauliche Betrachtungen ihren Platz haben, sondern auch eine lange Phase christlicher Literatur- und Frömmigkeitsgeschichte, in der das antike Erbe über Jahrhunderte aufgenommen und neu gelesen und meditiert wurde. Gerade der Reichtum an Bildern und Vergleichen, aber auch die Herkunft vieler Texte aus dem mündlichen Lehrvortrag erleichtern einen unmittelbaren Zugang zu dieser Art christlich-spätantiker Literatur.Der Übersetzung ist ein Quellen- und Literaturverzeichnis beigegeben, ebenso ein Verzeichnis der Werke des Pseudo-Makarios. Der Text wird durch Register der Bibelstellen, der biblischen Namen, antiker Personen, Autoren und Schriften sowie von Sachen und Begriffen zusätzlich erschlossen.
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