Carlo Servatius



Paschalis II. (1099-1118)



Studien zu seiner Person und seiner Politik

Paschalis II. (1099-1118)
  • 978-3-7772-8003-5
  • 9783777280035
  • Carlo Servatius
  • Studien zu seiner Person und seiner Politik
  • Päpste und Papsttum
  • 14
  • ca 400
  • 1979
  • Leinen
  • 24,0 x 16,0 cm
  • Anton Hiersemann Verlag


  • Paschalis II. zählt kaum zu jenen kirchlichen Persönlichkeiten, deren Gestaltungswille und Faszinationskraft die Geschichte ihrer Zeit prägte. Er wurde vielmehr selbst während eines über zwanzigjährigen Kardinalats entscheidend geformt und sollte sich auch in seinem Pontifikat äußeren Einflüssen zugänglich erweisen.Eine Darstellung dieses Papstes ist daher sowohl von den persönlichen Voraussetzungen als auch von der allgemeinen politischen Lage her nur im Rahmen der Kirchengeschichte seiner Zeit möglich gewesen.Erst unter Urban II., zu dessen Wählern Rainer-Paschalis II. gehörte, werden die Konturen deutlicher. Unbegdingte Loyalität zu Urban und konsequente Ablehnung des Gegenpapsttums Wiberts von Ravenna sind Prinzipien seines Kardinalats.Im Kirchenschisma, der folgenschweren Konsequenz aus dem Ringen zwischen Regnum und Sacerdotium im Investiturstreit, manifestiert sich auch für Paschalis II. die besondere Problematik dieser Auseinandersetzung; sie schuf noch auf allen Ebenen der klerikalen Hierarchie Fronten und bestimmte weithin die Bedingungen päpstlicher Politik.Bei der Ausbildung von Kardinalkolleg und kurialen Institutionen werden die Auswirkungen des Schismas ebenso deutlich wie bei den Versuchen zur Durchsetzung päpstlicher Interessen innerhalb und außerhalb Italiens - besonders dann, wenn sich politische Insubordination mit kirchlicher Unbotmäßigkeit und Obödienzentzug verband.In charakteristischer Weise zeigen sich gerade in der Politik gegenüber dem Deutschen Reich die Möglichkeiten, Abhängigkeiten und Schwächen Paschalis`II. Eine entsprechende Zäsur bringt das erzwungene Investiturprivileg von 1111. Wegen dieses "Pravilegs" mußte sich Paschalis II. auf den Lateransynoden von 1112 und 1116 verantworten und dem Häresie-Vorwurf stellen. Auf der anderen Seite haben Wurzeln, Hintergründe und Auswirkungen dieses "Schandbriefes" den Weg zur theoretischen und praktischen Lösung des Investiturproblems eröffnet.
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