Florian Hartmann



Hadrian I. (772-795)



Frühmittelalterliches Adelspapsttum und die Lösung Roms vom byzantinischen Kaiser

Hadrian I. (772-795)
  • 978-3-7772-0608-0
  • 9783777206080
  • Florian Hartmann
  • Frühmittelalterliches Adelspapsttum und die Lösung Roms vom byzantinischen Kaiser
  • Päpste und Papsttum
  • 34
  • XII, 350
  • 2006
  • Leinen
  • 23,5 x 16,0 cm
  • 2 Zeichnung(en), schwarz-weiß
  • Anton Hiersemann Verlag


  • Hadrian I. amtierte so lange (772-795) wie kaum ein anderer Papst des Mittelalters. Sein Pontifikat war von einer Vielzahl umwälzender Ereignisse insbesondere in Rom und Italien geprägt. Dennoch steht er in der heutigen Wahrnehmung im Schatten seines Zeitgenossen Karl der Große und seines eigenen Nachfolgers Leo III. Vor allem infolge der epochalen Auswirkungen der Kaiserkrönung im Jahr 800 wurde Hadrians Pontifikat auf eine bloße Vorgeschichte der späteren Ereignisse reduziert. Dieses Bild ist nach sorgfältiger quellenkritischer und philologischer Untersuchung zu revidieren. Die Einbettung in das römische Adelsgefüge, enge Verbindungen zu früheren Päpsten sowie eine gleichsam nepotistische Personalpolitik sind nur einige Belege grundsätzlich neuer Verhältnisse in Rom, die als Symptome eines regelrechten Adelspapsttums offen gelegt werden. Das vorliegende Werk versteht Hadrian entsprechend in erster Linie als Bischof von Rom von seinen stadtrömischen Voraussetzungen her. So entwickelten sich in dieser Zeit neue Formen päpstlicher Selbstdarstellung und Herrschaftsinszenierung in Rom heraus, die auch das zunehmend laikalisierte päpstliche Umfeld einbezogen.Parallel zu diesen Entwicklungen traten die weltlichen Interessen der Päpste vermehrt in den Vordergrund und veranlassten Hadrian, Rom endgültig aus der bis dahin nominell noch aufrechterhaltenen Oberherrschaft des byzantinischen Kaisers zu lösen und selbst kaiserliche Vorrechte in Rom wahrzunehmen. Von den gewachsenen territorialpolitischen Ansprüchen des Adelspapsttums zeugt auch die unter Hadrian erweiterte Fassung der Pippinischen Schenkung. Nicht zuletzt deshalb prägten zwangsläufig auch wiederholte und lange andauernde Spannungen das Verhältnis zu Karl dem Großen, da mit der fränkischen Eroberung des Langobardenreiches päpstliche und fränkische Interessen in Italien kollidierten.
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