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Venantius Fortunatus
Gelegentlich Gedichte Das lyrische Werk. Die Vita des hl. Martin
Reihe: Bibliothek der Mittellateinischen Literatur (BML)
Band-Nr.: 2
ISBN: 978-3-7772-0603-5
Der deutsche Sprachbereich hat lange Zeit auf eine Übersetzung sämtlicher Gedichte des spätlateinischen Autors Venantius Fortunatus (geboren um 540, gestorben kurz nach 600 als Bischof von Poitiers) gewartet, stellt doch sein Werk für die Merowingerzeit eine wichtige historische Quelle dar. Nach einer französischen (1994-2004) und einer italienischen (2001) Übersetzung liegt nun eine deutsche einsprachige Ausgabe vor, erschienen als Band 2 der von Prof. Dr. Walter Berschin, Heidelberg, im Verlag Anton Hiersemann herausgegebenen Reihe "Bibliothek der Mittellateinischen Literatur". Der vom Übersetzer dem Buch verliehene Obertitel "Gelegentlich Gedichte" deutet an, daß Fortunat, wie sich der Dichter selbst nannte, gelegentlich Gedichte schrieb (oft im Auftrag), ohne daß wir genau wissen, wie er sonst sein Leben gestaltete.Den Inhalt seiner Dichtung bilden politische und kirchliche Personen und Ereignisse seiner Zeit. Hinzu kommen vier hier zweifarbig gedruckte Figurengedichte und reizvolle Versbillets, die der Verfasser an zwei befreundete Nonnen geschickt hat, in deren Kloster er eine Zeitlang gelebt hatte. Aber auch einige Prosaschriften, die unter die "carmina" eingereiht sind - die Erklärung des "Vaterunsers" etwa -, verdienen noch heute unsere Aufmerksamkeit. Fortunat wurde in den mittelalterlichen Schulen eifrig gelesen, man ahmte seine Art zu dichten nach, schmückte sich gar plagiatorisch mit seinen Versen. Bekannt geblieben sind in der katholischen Liturgie die Hymnen "Pange lingua" und "Vexilla regis prodeunt".Im Unterschied zu den genannten fremdsprachigen Übersetzungen wird der Dichter dem Leser hier in den Original-Versmaßen nahe gebracht, um das poetische Flair zum Ausdruck zu bringen. Auch sprachliche Besonderheiten des Originals werden in der Übersetzung soweit wie möglich nachgebildet. Der Autor hat den einzelnen Gedichten, ganz modern, inhaltbezogene Überschriften gegeben und kommt damit heutigen Gepflogenheiten entgegen. Den Gedichten ist die in Hexametern verfaßte Vita des hl. Martin angefügt, so daß sämtliche Verse Fortunats jetzt in deutscher Sprache vorliegen, auch "Verstreutes und Unechtes" (Appendix spuriorum), wobei hier das letzte Gedicht zum ersten Mal kurz interpretiert und dem Werk Fortunats zugesprochen wird. Der Übersetzung geht eine Einführung voraus, die über Leben und Werk des Dichters nach dem heutigen Forschungsstand informiert. Zum Verständnis sachlicher Zusammenhänge trägt ein knapper Kommentar bei. Ein ausführliches Namen- und Sachregister machen das Buch zu einem Nachschlagewerk.

96,00 €*
Walter Berschin
Biographie und Epochenstil im lateinischen Mittelalter Band 2: Merowingische Biographie. Italien, Spanien und die Inseln im frühen Mittelalter (Kap. VI – IX des Gesamtwerkes)
Reihe: Biographie und Epochenstil im lateinischen Mittelalter
Band-Nr.: 2
ISBN: 978-3-7772-2001-7
Der Ariadnefaden durch das hagiographische Labyrinth Walter Berschins monumentales und zugleich packend geschriebenes Panorama der gesamten biographischen Literatur in lateinischer Sprache von der christlichen Frühzeit bis ins hohe Mittelalter, von den Akten und Leidensgeschichten antiker Märtyrerinnen und Märtyrer bis zu Kaiserviten und Lebensgeschichten von Kirchenpolitikern des 12. Jahrhunderts, über alle Gattungen zwischen Legende und Autobiographie hinweg, erscheint nun in durchgesehener 2. Auflage. Seit der Erstauflage gilt das Werk als Meilenstein der mittellateinischen Philologie.»Ein unentbehrliches Werkzeug; es verführt schon beim ersten Lesen, und man wird es immer wieder lesen.« (Bernhard Kytzler)»philology and literary history at their finest« (Jan Ziolkowski)»Überhaupt macht das ausgeprägte Gespür des Autors für die sprachliche und stilistischeEigenart von Texten [. . .] den besonderen Reiz dieses Werkes aus, das den Geist der Zeiten auf streng philologischer Grundlage erschließt.« (Rudolf Schieffer)»impressive and elegantly displayed edifice« (Peter Dronke) Sonderpreis bei Gesamtabnahme aller Bände: € 196,– statt € 288,– InhaltsverzeichnisVorwortAbkürzungen, Siglen, ZeichenVI IN EREMOMerowingische Biographie1. Abgrenzungsfragen2. GenovefaDie heiligen Frauen der Merowinger3. ColumbanDie MissionareMit einem Exkurs: Jonas und die Dialogi Gregors des GroßenVon Renate Vogeler4. EligiusBischofsleben im Goldenen Zeitalter der Merowinger5. LeodegarMerowingische MartyrerAnhang: Afra«Römische» Passionen aus der Merowingerzeit6. RichariusMerowingische Einsiedler7. Wandregisel von Fontenelle und Filibert von JumiègesMerowingische Klostergründer8. FurseusMerowingische Visionäre9. Merowingische ProfileVII OMNES MORE ROMANORUM TONSORATI SUNTItalienische Biographie nach Gregor dem Großen1. Rom und der Liber pontificalis2. Italien im Bann der Dialogi3. Paulus Diaconus als Biograph4. Bischofsbiographische Serien aus Aquileia, Ravenna und Neapel5. Rom und Neapel am Ende des IX. Jahrhunderts: Die Übersetzungen aus dem Griechischen6. Rückblick auf die italienische Biographie des frühen MittelaltersVIII GEMINO TERRA IPSA LUMINE CORUSCABATVon einem Goldenen Zeitalter Spaniens in eine apokalyptische Situation1. Die westgotische Epoche2. Die mozarabischen MartyrerIX PEREGRINATIOIrland und England im frühen MittelalterErstes Prolegomenon: Exi de terra tuaZweites Prolegomenon: Die Confessio des Patricius1. Die ältesten Brigidenviten und die Anfänge irischer Biographiein der zweiten Hälfte des VII. Jahrhunderts2. Die Patricksbiographie des VII. Jahrhunderts3. Columba von Iona4. Sankt Brendans Meerfahrt5. Die Anfänge englischer Biographie. Aldhelm, De virginitate.Der Liber B. Gregorii6. Die anonyme Vita Cuthberts von Lindisfarne und ihre beiden Bearbeitungen durch Beda Venerabilis7. Die Vita S. Ceolfridi und Bedas Historia abbatum8. Weitere biographische Arbeiten Bedas: Vita S. Felicis Nolani, Vita et passio S. Anastasii Persae, Martyrologium9. Stephanus, Vita S. Wilfridi10. verborum vimen: GuthlacAuswahl literarisch und historisch bedeutender lateinischer Biographien in GruppenZeittafelVerzeichnis der zitierten HandschriftenNamenregister

48,00 €*
Venantius Fortunatus
Vita Sancti Martini - Das Leben des Heiligen Martin Reihe: Mittellateinische Bibliothek
Band-Nr.: 2
ISBN: 978-3-7772-2009-3
Lateinisch/DeutschÜbersetzt und kommentiert von Wolfgang FelsDer heilige Sankt Martin, das war ein guter Mann!Für einen frierenden Bettler teilte Martin – da war er noch längst nicht Bischof, sondern Gardereiter der römischen Armee – mit dem Schwert seinen kostbaren Mantel und gab dem Armen eine Hälfte. So geschehen am Stadttor von Amiens, weshalb die Franken ihn, den Fremden aus Ungarn, lieben und als Schutzheiligen verehren. Und bis heute gehört der Brauch, dass Kinder ihm an seinem Tag im November den Weg mit Laternen erleuchten, zu den schönsten in den dunklen Monaten des Kirchenjahrs.Mit etwas Abstand zum Geschehen des 4. Jahrhunderts schrieb der Dichter Venantius Fortunatus, der aus der norditalienischen Provinz Venetien stammte und im französischen Poitiers Karriere machte, im 6. Jahrhundert aus älteren Berichten und Quellen eine elegante und schwungvoll erzählte Vers-Biographie. Deren kongeniale Übersetzung von Wolfgang Fels erscheint nun erstmals in einer zweisprachigen Ausgabe mit lateinischem Text und Kommentar zu Studienzwecken und für alle, die über eine die Versform erhaltende Nachdichtung auch das Original genauer kennenlernen wollen. Wolfgang Fels, Philologe und Historiker. Promotion an der Universität Heidelberg über Venantius Fortunatus. Kommentierte Erstübersetzungen lateinischer Texte ins Deutsche: Die Gesamtwerke von Marcus Manilius, Maximianus, Venantius Fortunatus, Dhuoda, Prudentius, Proba u. a. Wilhelm von Tyrus (Kreuzzüge) in Vorb.; Spiegelungen (Roman). INHALT EinführungZur ÜbersetzungBibliographieVITA S. MARTINIDie Vita des hl. MartinEpistula ad GregoriumBrief an Gregor von ToursPraefatio ad Agnen et RadegundemVorwort an Agnes und RadegundeLIBER PRIMUSI. BuchLIBER SECUNDUSII. BuchLIBER TERTIUSIII. BuchLIBER QUARTUSIV. Buch

39,00 €*
Andreas Capellanus
Über die Liebe (De amore) Ein Lehrbuch des Mittelalters über Sexualität, Erotik und die Beziehungen der Geschlechter. Eingeleitet, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Fidel Rädle
Reihe: Bibliothek der Mittellateinischen Literatur (BML)
Band-Nr.: 1
ISBN: 978-3-7772-0600-4
Eingeleitet, übersetzt und mit Anmerkungen versehen von Fidel RädleIn drei Büchern beschreibt der Autor, ein in der Kanzlei des französischen Königs tätiger Kleriker, in mittelalterlichem Latein, hier in heutiges Deutsch übersetzt, das Phänomen Liebe, freilich nicht die christlich empfohlene Nächstenliebe (lateinisch "caritas"), sondern die erotische Liebe ("amor"), zu der die Antike mit ihrem klassischen Liebeslehrer Ovid viel Raffiniertes zu sagen hatte, während die kirchliche Lehre seit jeher vor ihr warnte. Das Einzigartige dieses scholastisch argumentierenden Lehrbuchs ist nun, daß Andreas Capellanus, der sich als erfahrener Kenner seines Gegenstandes ausgibt, über mehr als drei Viertel seines Werks sachlich, d. h. psychologisch aufgeklärt, und zumindest scheinbar affirmativ von der weltlichen, sprich "höfischen" Liebe und ihren christlich doch nur schwer zu vermittelnden Regeln ("praecepta") handelt. Die erotische Liebe gilt ihm als Ursprung alles Guten in der Welt. Sie allein ist die Macht, die den Menschen erzieht und adelt, und demnach verfehlt, wer sich ihr verweigert, sein Leben. Mit dem aus Ovids "Ars amatoria" geschöpften Wissen beschreibt der Autor die psychischen Mechanismen der Liebe, ihr ständiges Wachsen und Abnehmen, woraus sich jeweils die Techniken zu ihrer Steigerung bzw. zu ihrer Rettung ableiten lassen. Berühmt geworden ist seine Unterscheidung zwischen der mit Vorzug empfohlenen "reinen Liebe" ("amor purus"), die bis zur pettingartigen Berührung der nackten Geliebten geht, und der durchaus gutgeheißenen "gemischten Liebe" ("amor mixtus"), die den Beischlaf einschließt. Vollends herausfordernd ist das in logischer Strenge diskutierte und von der höchsten Instanz eines Liebeshofes gebilligte Prinzip, wonach wahre Liebe nur außerhalb der Ehe möglich sein soll. Daraus ergibt sich die für die christliche Zeitgenossenschaft denkbar anstößige Konsequenz des legitimierten Ehebruchs.Derartiges also lehrt ein wissenschaftlich ausgebildeter Kleriker im 12. Jahrhundert. Die kirchliche Reaktion ließ erstaunlich lange auf sich warten, aber sie kam: im Jahre 1277 wurde der Traktat in Paris als der christlichen Morallehre widersprechend verurteilt. Damit waren freilich nur seine beiden ersten Bücher gemeint, denn im dritten Buch hatte Andreas bereits selber seine frivole Liebeslehre widerrufen und die erotische Liebe als Sünde, als Unzucht ("luxuria"), bewertet. Dieses dritte Buch trägt den Titel "Verwerfung der Liebe" ("De reprobatione amoris") und enthält eine böse Abrechnung mit der Liebe, vor allem aber mit deren sozusagen physischer Voraussetzung, den Frauen. Die Forschung, die lange Zeit ratlos vor diesem eklatanten inneren Bruch gestanden hatte, erkannte immer deutlicher die ironische bzw. parodistische Qualität der eben nur scheinbar vorbehaltlosen Empfehlung weltlich-höfischer Liebe im Hauptteil des Werks, dessen schillernder Charakter gleichwohl bestehen bleibt und nach wie vor seinen eigentümlichen Reiz ausübt. Nach der unzulänglichen und von der Forschung zu Recht verworfenen "Übersetzung" H. M. Elsters (1924) liegt hier die erste vollständige moderne deutsche Übersetzung des Traktats "De amore" von Andreas Capellanus vor, der im hohen und späten Mittelalter über mehrere Jahrhunderte in ganz Europa neugierig rezipiert und in die Volkssprachen übertragen wurde.

49,00 €*
Walter Berschin
Biographie und Epochenstil im lateinischen Mittelalter Band 1: Von der Passio Perpetuae zu den Dialogi Gregors des Großen (Kap. I – V des Gesamtwerkes)
Reihe: Biographie und Epochenstil im lateinischen Mittelalter
Band-Nr.: 1
ISBN: 978-3-7772-2000-0
Der Ariadnefaden durch das hagiographische Labyrinth Walter Berschins monumentales und zugleich packend geschriebenes Panorama der gesamten biographischen Literatur in lateinischer Sprache von der christlichen Frühzeit bis ins hohe Mittelalter, von den Akten und Leidensgeschichten antiker Märtyrerinnen und Märtyrer bis zu Kaiserviten und Lebensgeschichten von Kirchenpolitikern des 12. Jahrhunderts, über alle Gattungen zwischen Legende und Autobiographie hinweg, erscheint nun in durchgesehener 2. Auflage. Seit der Erstauflage gilt das Werk als Meilenstein der mittellateinischen Philologie.»Ein unentbehrliches Werkzeug; es verführt schon beim ersten Lesen, und man wird es immer wieder lesen.« (Bernhard Kytzler)»philology and literary history at their finest« (Jan Ziolkowski)»Überhaupt macht das ausgeprägte Gespür des Autors für die sprachliche und stilistischeEigenart von Texten [. . .] den besonderen Reiz dieses Werkes aus, das den Geist der Zeiten auf streng philologischer Grundlage erschließt.« (Rudolf Schieffer)»impressive and elegantly displayed edifice« (Peter Dronke) Sonderpreis bei Gesamtabnahme aller Bände: € 196,– statt € 288,– Inhaltsverzeichnis VorwortAbkürzungen, Siglen, ZeichenI EINLEITUNGII GLORIA PASSIONIS«Martyrerakten» und Passionen1. Anfänge christlicher Biographie«Acta martyrum»2. Perpetua und FelicitasAutobiographie und Augenzeugenbericht3. Cyprian von KarthagoRhetorik und Martyrerkult4. Die Vier GekröntenDie biblisch erzählte Passio und ihr «Hintergrundstil»5. SebastianDie dramatische Passio der römischen Martyrer6. Quo vadis?Der Apostelroman7. Literarische Felder«Formgeschichte»III CONCORDIA POENITENTIAEMönchsleben zwischen Antike und Mittelalter1. Antonius2. Apophthegmata3. Die Biographik des Hieronymus4. Pilgerbiographien von Frauen der Spätantike5. Zwei syrische Anachoreten des V. Jahrhunderts. Symeon der Stylit.Alexius der Gottesmann6. Die Severinsvita des Eugippius und ihr Kreis7. Vitas patrumIV CLAMA, NE CESSES!Bischofsleben der Spätantike1. «Imperator dei»Die Martinsschriften des Sulpicius Severus2. «Du küßt die Hand eines Bischofs»Paulinus, Vita S. Ambrosii3. «Er hatte immer Wein»Possidius, Vita S. Augustini4. «Wie herrlich muß das himmlische Jerusalem sein, wenn schon das irdische Rom in solchem Glanz erstrahlt!»Ferrandus, Vita S. Fulgentii5. Die rhetorische Bischofsbiographie aus Arles (430-550)Anhang: Weitere Biographien aus dem Umkreis von Arles und LérinsV QUO PLUS BIBO, PLUS SITIOBiographische Serien des VI. Jahrhunderts1. Vier Reihenbiographien des VI. Jahrhunderts2. Venantius Fortunatus3. Gregor von ToursAnhang: Gallische Biographien, vornehmlich Bischofsleben, im Schatten von Venantius Fortunatus und Gregor von Tours4. Gregor der GroßeAuswahl literarisch und historisch bedeutender lateinischer Biographien in GruppenZeittafelVerzeichnis der zitierten HandschriftenNamenregister

48,00 €*
Konstantinopel 1204 Die Hystoria Constantinopolitana des Gunther von Pairis und andere Berichte vom Vierten Kreuzzug
Reihe: Mittellateinische Bibliothek
Band-Nr.: 1
ISBN: 978-3-7772-2022-2
Die Plünderung Konstantinopels in historischen Erzählungen und Berichten Lateinisch/DeutschÜbersetzt und kommentiert von Gernot KrapingerKonstantinopel 1204 – die Chiffre für einen historischen Skandal: Die Kreuzzugsbewegung zeigte ihr wahres Gesicht, eine Fratze. In einer Mischung aus Griechenverachtung, Habgier und Frustration ließen sich die Anführer des 4. Kreuzzugs in eine byzantinische Palastintrige und in venezianische Expansionspläne einspannen, überfielen als Vorgeplänkel das kroatische Zadar, marschierten dann in die Hauptstadt des christlichen byzantinischen Reiches ein, mordeten und raubten alles an Kirchenschätzen, was sie raffen konnten. Einer der ausführlichsten Berichte davon, die Hystoria Constantinopolitana des gebildeten Mönchs und Dichters Gunther aus dem elsässischen Kloster Pairis, schildert farbenreich, wenn auch natürlich unkritisch, wie der Abt dieses Klosters die Ereignisse erlebte – er war als hochrangiger Kleriker mitgezogen. Gernot Krapinger stellt seine moderne und frische Übersetzung mit weiteren Quellentexten und einer Fakten und Propaganda abwägenden Kommentierung in die historischen Zusammenhänge.Gernot Krapinger (Jg. 1962) promovierte in Rechtswissenschaft und Klassischer Philologie. Er unterrichtet am Zentrum Antike der Universität Graz, forscht zur altgriechischen und lateinischen Literatur und hat u. a. Platon, Aristoteles, Marc Aurel und Erasmus von Rotterdam übersetzt. INHALT EinleitungGunther von PairisDer Anonymus von HalberstadtDie Devastatio ConstantinopolitanaZur AusgabeAbkürzungenBibliographieGunther von Pairis: Hystoria ConstantinopolitanaAnmerkungenGesta episcoporum Halberstadtensium (Ausschnitt)Devastatio ConstantinopolitanaSchenkungsurkunde des Bischofs Konrad von Halberstadt

49,00 €*
Peter von Moos
Hildebert von Lavardin (1056-1133) Humanitas an der Schwelle des höfischen Zeitalters
ISBN: 978-3-7772-6513-1

58,00 €*
Dorothee Gall, Frank R. Hausmann, Rainer Jakobi, Thomas Klein, Wolfgang Maaz, Fritz Wagner, Clemens Zintzen (Hrsg.) Mittellateinisches Jahrbuch Register der Bände 1 bis 40
Reihe: Mittellateinisches Jahrbuch
ISBN: 978-3-7772-0619-6
Unter Mitwirkung von Julia Fischell und Johannes Staub bearbeitet und herausgegeben von Dorothee Gall

139,00 €*
Mittellateinisches Jahrbuch Internationale Zeitschrift für Mediävistik und Humanismusforschung | Register der Bände 41 bis 50
Reihe: Mittellateinisches Jahrbuch
ISBN: 978-3-7772-1617-1
Im vorliegenden Registerband des Mittellateinischen Jahrbuchs wurden die Aufsätze und Rezensionen der Jahrgänge 41 bis 50 erschlossen, das heißt der Jahre 2006 bis 2015. Es besteht aus den folgenden Teilen: - einem Namen- und Sachregister - einem alphabetischen Register der Aufsätze, geordnet nach ihren Verfassern - einem Register der Rezensionen, geordnet nach den Autoren der besprochenen Werke - einem Register der erwähnten Handschriften

118,00 €*
Dorothee Gall, Frank R. Hausmann, Rainer Jakobi, Thomas Klein, Wolfgang Maaz, Fritz Wagner, Clemens Zintzen, Stephan Füssel (Hrsg.) Mittellateinisches Jahrbuch. Internationale Zeitschrift für Mediävistik und Humanismusforschung 1. Halbband, 2. Heft
Reihe: Mittellateinisches Jahrbuch. Internationale Zeitschrift für Mediävistik und Humanismusforschung
ISBN: 978-3-7772-0325-6
Internationale Zeitschrift für Mediävistik und Humanismusforschung International Journal of Medieval and Humanistic Studies Revue internationale des e´tudes du moyen age et de l´humanisme Rivista internazionale di studi medievali e umanistici Das von Professor Dr. Karl Langosch (EUR ) 1964 an der Universität Köln begründete Periodikum hat sich im Laufe seines Erscheinens zu einem bedeutenden Publikationsorgan der mediävistischen Forschung entwickelt. Von Band 15 (1980) an erscheint das »Mittellateinische Jahrbuch « im Verlag Anton Hiersemann. - Der interdisziplinäre Forschungsaspekt der Zeitschrift wird sichtbar in fächerübergreifenden Beiträgen, durch die sich das Jahrbuch auch als wichtiges Arbeitsinstrument u. a. für Germanisten, Anglisten, Romanisten, Historiker, Musikwissenschaftler und Philosophen empfiehlt. Der Rezensionsteil setzt sich kritisch mit der erschienenen Forschungsliteratur auseinander.

94,00 €*
Wolfgang Fels
Wilhelm von Tyrus Die ersten Kreuzzüge und das Königreich Jerusalem. Eine Chronik. 1. und 2. Halbband
Reihe: Bibliothek der Mittellateinischen Literatur (BML)
Band-Nr.: 17+18
ISBN: 978-3-7772-2335-3
„Das gelehrte Latein des Autors ist in ein flüssig zu lesendes, gut verständliches und zeitgemäßes Deutsch übertragen worden….Wer sich für die Geschichte der orientalischen Christen interessiert, für christlich-muslimische Beziehungen, für Identitätsstiftung in neu entstandenen Siedlergesellschaften oder für die Spezifika hochmittelalterlicher Kriegsführung - sie alle werden durch die Lektüre dieses Textes reich belohnt.“ Quelle: Prof. Dr. Nikolas Jaspert, Heidelberg in Sehepunkte, Ausgabe 25 (2025), Nr. 12 Der in Palästina geborene Theologe und Jurist Wilhelm von Tyrus (1130-1186) hat eine umfangreiche Kreuzzugschronik verfasst. In ihr schildert er das Leben von Königen, beschreibt Paläste in Konstantinopel und Kairo, den Festungsbau und Belagerungstaktiken. Auch die Schwierigkeiten während einer solchen „Reise nach Jerusalem“ – etwa die Nahrungsbeschaffung für so viele Menschen und die Rekrutierung nach verlustreichen Schlachten – kommen nicht zu kurz. Als Kanzler am Jerusalemer Königshof war es Wilhelm außerdem möglich, Sendschreiben und Gesetzestexte wörtlich wiederzugeben und damit die Authentizität seines Werkes zu unterstreichen. Die vorgelegte Neuübersetzung erleichtert durch kurze Kapitelüberschriften, Sacherklärungen und ein ausführliches Register den Zugang zu diesem eindrucksvollen Zeugnis der Kreuzfahrergeschichte.Wolfgang Fels ist Philologe und Historiker. Bisher sind von ihm kommentierte deutsche Übersetzungen verschiedener lateinischer Autoren wie Marcus Manilius, Maximianus, Venantius Fortunatus, Dhuoda oder Prudentius erschienen. Subskriptionspreis für Bezieher der Reihe und für Vorbestellungen € 360,-, danach € 396,- „Die Chronik des Wilhelm von Tyrus stellt bemerkens- wie bedenkenswerte Informationen zu einer Epoche zur Verfügung, die heute als die der Kreuzzüge apostrophiert wird. Gerade in Zeiten erhöhter politischer Instrumentalisierung dieser Zeit und der damit einhergehenden Umstände hält sie belastbares historisches Material bereit. Darauf können wir, dank der gelungenen und zuverlässigen Übersetzung von Wolfgang Fels, nun deutlich schneller zugreifen.“Prof. Dr. Thomas Wozniak auf H-Soz-Kult, 02.07.2025 https://www.hsozkult.de/publicationreview/id/reb-143392

396,00 €*
Walter Berschin
Biographie und Epochenstil im lateinischen Mittelalter Gesamtwerk | 5 Bände in 6 Teilbänden
Reihe: Biographie und Epochenstil im lateinischen Mittelalter
ISBN: 978-3-7772-2006-2
Der Ariadnefaden durch das hagiographische Labyrinth Walter Berschins monumentales und zugleich packend geschriebenes Panorama der gesamten biographischen Literatur in lateinischer Sprache von der christlichen Frühzeit bis ins hohe Mittelalter, von den Akten und Leidensgeschichten antiker Märtyrerinnen und Märtyrer bis zu Kaiserviten und Lebensgeschichten von Kirchenpolitikern des 12. Jahrhunderts, über alle Gattungen zwischen Legende und Autobiographie hinweg, erscheint nun in durchgesehener 2. Auflage. Seit der Erstauflage gilt das Werk als Meilenstein der mittellateinischen Philologie.»Ein unentbehrliches Werkzeug; es verführt schon beim ersten Lesen, und man wird es immer wieder lesen.« (Bernhard Kytzler)»philology and literary history at their finest« (Jan Ziolkowski)»Überhaupt macht das ausgeprägte Gespür des Autors für die sprachliche und stilistischeEigenart von Texten [. . .] den besonderen Reiz dieses Werkes aus, das den Geist der Zeiten auf streng philologischer Grundlage erschließt.« (Rudolf Schieffer)»impressive and elegantly displayed edifice« (Peter Dronke) Sonderpreis bei Gesamtabnahme aller Bände: € 196,– statt € 288,– InhaltsverzeichnisVorwortAbkürzungen, Siglen, ZeichenXV QUIS, QUID, UBI, QUIBUS AUXILIIS, CUR, QUOMODO, QUANDOKleine Topik und Hermeneutik der mittellateinischen Biographie1. QUIS? Wer schreibt lateinische Biographie?2. QUID? Was beinhaltet lateinische Biographie?3. UBI? Wo wird lateinische Biographie geschrieben, wo gelesen?4. QUIBUS AUXILIIS? Mit welchen Hilfsmitteln wird lateinische Biographie geschrieben?5. CUR? Warum wird lateinische Biographie geschrieben?6. QUOMODO? Wie wird lateinische Biographie geschrieben?7. QUANDO? Wann wird lateinische Biographie gelesen, wann geschrieben?Verzeichnis der zitierten HandschriftenNamenregister* * *ANHANG: REGISTER ZUM GESAMTWERKLateinische Wörter, Wortformen und JunkturenStellenregister (lateinische und griechische Autoren bis ca. 600n.Chr.)SachregisterGeographische NamenRegister zur Bibliotheca Hagiographica Latina der BollandistenInitia carminum

196,00 €*