Mythen und kein Ende
Zum Umgang mit Mythen in der lateinischen Literatur der SpätantikeEAN: 9783777223124
Untertitel: Zum Umgang mit Mythen in der lateinischen Literatur der Spätantike
Reihe: Standorte in Antike und Christentum (STAC)
Band-Nr.: 13
Seiten: 257
Erscheinungsjahr: 2025
Erscheinungsdatum: 03.07.2025
Einband: Fadengeheftete Broschur
Ladenpreis EUR(D): 59,00
Schlagworte: Mythen als Exempla, Mythenkritik, Polytheismus, Mythenparallelismus (z. B. Jungfrauengeburt), theologia tripertita, euhemeristische und allegorische Mythenexegese, Prioritätstheorie, Jupiters Liebesabenteuer (Europa, Leda, Danaë etc. und Ganymed)
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Titelinformation "Mythen und kein Ende"
„Mit seinem gattungs- und perspektivübergreifenden Zugriff legt Schmitz ein Referenzwerk zu einer zentralen Problemstellung der spätantiken Literatur und Literaturgeschichte vor, das für die Klassische und spätlateinische Philologie wie für Patristik und spätantike Ideengeschichte gleichermaßen anschlussfähig sein wird. Es wird in der künftigen Diskussion um die Mythenrezeption der Spätantike nicht zu umgehen sein."
Quelle: Professorin Katja Weidner, München in The Byzantine Review 08.2026
„Christine Schmitz bietet mit ihren zahlreichen Textinterpretationen eine Fülle von Anregungen und Anknüpfungspunkten für weitere Studien zur Mythenrezeption. Sie leistet einen instruktiven Beitrag zur Forschungsdiskussion über die Lebendigkeit und die literarischen Formen des Überlebens von klassischen Mythen in christlichen Kontexten.“
Quelle: Professorin Helga Scholten, Bochum in H-Soz-Kult, 07.09.2026
„Ein umfangreiches Literaturverzeichnis und ein nützliches Register runden den informativen und gehaltvollen Band ab - ein Buch, das hält, was bereits der plakative Titel verspricht und Christine Schmitz an einer Fülle von Texten demonstriert.“
Quelle: Dr. Sonja Schreiner in WIENER STUDIEN – Rezensionen, Band 138 (2025)
Mythen sind auch in der zunehmend christlich geprägten Spätantike omnipräsent, begegnen sie doch in der Lebenswirklichkeit in unterschiedlichen Medien, vor allem aber – als unverzichtbarer Bestandteil der griechisch-römischen Bildungstradition – in der Literatur. In polemischer Abgrenzung wird der christliche Wahrheitsanspruch für die eigenen biblischen Gestalten und Erzählungen gegenüber den paganen ‚Lügen‘ erhoben. Darüber hinaus werden traditionelle Mythen wie der vom Goldenen Zeitalter oder der Sirenenmythos christlich umgedeutet. Christliche Autoren reduzieren die vielen Götter der Heiden durch ein euhemeristisch-rationalistisches Erklärungsmodell auf bloße Menschen. Als kulturelles Gemeingut können Mythen hingegen unproblematisch etwa zu panegyrischen Zwecken eingesetzt werden.
In exemplarischen Einzelinterpretationen von Texten der lateinischen Literatur der Spätantike entfaltet die Studie das Spektrum eines ablehnend-kritischen, aber auch kreativ-innovativen Umgangs mit Mythen.
Christine Schmitz: Professorin für Klassische Philologie mit dem Schwerpunkt Latinistik an der Universität Münster
Subskriptionspreis für Bezieher der Reihe und für Vorbestellungen € 49,–, danach € 59,–